Bemusterung bei Gussek Haus in Nordhorn – Tag 2

Der zweite Bemusterungstag in Nordhorn begann mit der Visualisierung unserer Bäder. Die Sanitärausstattung und die Fliesen hatten wir zwar schon am Vortag ausgesucht, am zweiten Tag bekommt man diese jedoch noch einmal auf der Leinwand gezeigt. Zudem waren finale Abstimmungen nötig.

Hauptbad im Obergeschoss

Wir haben zwei vollwertige Bäder geplant. Das Hauptbad im Obergeschoss ist mit ebenerdiger Dusche, Badewanne und Doppelwaschbecken ausgestattet. Hier kommt später auch eine kleine Infrarotsauna in die dafür vorgesehene Nische.

 

 

Die Visualisierung ist zwar ganz nett, aber auch nur bedingt hilfreich. Der erste blöde Planungsfehler ist uns schon bei der Innenbesichtigung unseres Rohbaus aufgefallen. So haben wir den Handtuchheizkörper vom Eingang der Dusche auf die hinter Wand verlegt. Der Eingang zur Dusche ist einfach real zu schmal um da noch einen Handtuchheizkörper hin zu bauen.

In der Draufsicht dürfte auffallen, dass wir wirklich nur da gefliest haben, wo sich die Feuchtbereiche befinden. Fliesen an den anderen Stellen hätten einfach nur zusätzliches Geld gekostet. Wichtiger war es uns, die Fliesen in der Dusche bis zur Decke zu ziehen. Das kostet Aufpreis.

In den Bereich zwischen Thron und Badewanne wird später eh ein Kallax von Ikea gehängt oder gestellt. Ob da nun Fliesen dahinter sind, das ist völlig egal. Hinter der Infrarotsauna werden auch keine Fliesen benötigt.

Duschbad im Untergeschoss

Für das Untergeschoss haben wir ein kleines aber feines Duschbad mit ebenfalls ebenerdiger Dusche geplant. Man muss dazu sagen, dass die ebenerdigen Duschen bei Gussek Haus erheblich günstiger sind, als bspw. bei Schwörer und anderen Anbietern.

Für unsere zwei 120cm breiten ebenerdigen Duschen wurden in der Spitze fast 3.000 Euro aufgerufen, jeweils. Der Mehrpreis bei Gussek beschränkt sich auf die zu fliesenden Quadratmeter, zusammen wenige hundert Euro.

Dafür müssen wir wiederum selbst eine 60 cm Breite Duschtrennwand kaufen und montieren, gibt es ab etwa 130 Euro im Handel. Im Duschbad haben wir uns mit der Ausstattung etwas zurückgehalten und überwiegend im Standard bewegt. Gegönnt haben wir uns lediglich die 100 cm breite Duschablage. Wir denken, das ist ein echter Mehrwert. Übrigens kosten die gefliesten Duschablagen bei Gussek völlig unabhängig von der Breite etwa das Gleiche (260 Euro jeweils), wie eine mini Duschablage aus Kunststoff mit 40cm Breite bei Schwörer Haus.

Und hier nun die Ansichten unseres Duschbads im Untergeschoss:

 

Bemusterungskosten für die Badausstattung

Gegenüber den noch recht angenehmen Ergebnissen des ersten Tages, stiegen die Kosten bei der finalen Ausstattung der Bäder leider deutlich an. Die Mehrkosten für die Fliesenarbeiten hielten sich im Rahmen. Auf 795 Gutschrift (Fliesen im Bad OG nur Feuchtbereiche) folgten 1.236 Mehrkosten. In Summe also ein Mehraufwand von 441 Euro.

Die Mehrkosten setzten sich zusammen aus:

520 Euro für 2 Duschablagen

77 Euro für geflieste Fensterbank im UG

406 Euro für Schlüterschienen im Obergeschoss (so Abschlussteile in Edelstahloptik)

233 Euro für den Fliesenbereich zwischen Waschtisch und Sauna im OG

Gut, die 406 Euro für Schlüterschienen hätte man jetzt vielleicht nicht ausgeben müssen, aber Thron bleibt eben Thron. 🙂

Finale Elektrobemusterung am zweiten Bemusterungstag

Das böse Erwachen kam dann im Zuge der Elektrobemusterung nach dem Mittagessen. Nicht grundlos wird auf jedem Baublog vor diesem Teil der Bemusterung gewarnt. Ursprünglich dachte ich, dass ich mit 4.000 Euro Bemusterungsbudget hinreichend gepuffert hätte. Am Ende sollten 4.683 Euro stehen, davon entfielen allein 2.819 Euro auf die Elektrobemusterung.

Im Prinzip haben wir uns nichts Besonderes gegönnt. Die wirklich brutalen Kostentreiber wie zum Beispiel Einbauspots in der Decke haben wir gänzlich vermieden. Wer da Ansprüche hat, kann ein ganzes Vermögen nur für die Elektrobemusterung ausgeben.

Der teuerste Posten war die Erweiterung des Zählerschranks für die Wärmepumpe für 1.230 Euro. Das muss man nicht machen. Man kann auch Hausstrom und Heizstrom Wärmepumpe über einen Zähler laufen lassen. So war auch die Empfehlung von Gussek Haus. Der Bauherr hat lange und ausgiebig Szenarien gerechnet. Je nach angenommenem Verbrauch der Wärmepumpe amortisiert sich der Extrazähler ob des günstigeren Heizstroms nach etwa 5-8 Jahren. Ohne zu berücksichtigen, dass man durch Stromwechsel ja auch noch Cashbacks etc. generieren kann.

Beim Hausbau plant man in Jahrzehnten. Auch wenn die zusätzlichen Euros weh taten, Stand heute ist es eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung. Kann natürlich sein, dass wir in 2-3-x Jahren keinen vergünstigten Heizstrom mehr haben. Dann war es eine Fehlentscheidung.

Mag auch sein, dass man eine solche Lösung billiger hinbekommen hätte, wenn man es nicht bei Gussek gekauft hätte. Aber ganz ehrlich. Wenn, dann will ich schon die komplette Gewährleistung / Haftung für Elektro bei Gussek haben.

Zu dem großen Posten Zählerschrank addierte sich noch diverser Kleinscheiß und ein großer Batzen für zusätzliche Steckdosen auf:

132 Euro zusätzlich für Kabel

270 Euro für ein 10 Meter langes 5x 16 mm² Erdkabel zur Garage

152 Euro für zusätzliche Brennstellen

1035 Euro für zusätzliche Steckdosen

Das Erdkabel erscheint mir eine sinnvolle Investition. Gussek verlegt direkt vom Zählerschrank bis ins Leerrohr zur Garage. In der Garage können wir dann eine eigene Verteilung machen lassen, um später die Außenbereiche mit Strom versorgen zu können.

 

 

2 Kommentare
  1. Friederike
    Friederike sagte:

    Hallo,
    Ich finde deinen Blog super interessant da wir auch gerade unser Haus mit Gussek planen. Könntest du mir sagen wie teuer die zusätzlichen Steckdosen und Brennstellen pro Stück gekostet haben?

    Liebe Grüße

    Antworten
    • torstenb
      torstenb sagte:

      Hallo Friederike,
      danke für deinen Kommentar.

      Es gibt in dem Kontext quasi drei Kostenposten:
      1) Steckdose
      2) Brennstelle
      3) Schalter

      Im Artikel https://www.birkenallee-fertighaus.de/kosten-der-bemusterung-bei-gussek-haus-in-nordhorn/ kannst du unsere Übersicht sehen.

      Die Steckdose kostet bei der Bemusterung 69 Euro. Die Brennstelle kostet bei der Bemusterung 38 Euro.

      In der Regel brauchst du ja aber auch einen Schalter für eine Brennstelle. Der kostet auch noch mal einen Aufpreis. Wir kamen allerdings mit den 25 Schaltern aus dem Standard hin, daher kenne ich den Aufpreis nicht mehr.

      Ein paar Tipps dazu: Nicht jede Brennstelle benötigt einen Schalter, bspw. wenn man mit Bewegungsmeldern außen oder wie wir mit Alexa Lampen (respektive Smarthome) arbeitet.

      Um Steckdosen einfach zukunftsfähig erweitern zu können, haben wir alles 5adrig ausführen lassen. Das kostet für das komplette Haus 750 Euro, ermöglicht formal aber beliebige Erweiterung. Tiefe Unterputzdosen für das ganze Haus kosten 150 Euro Aufpreis, auch das macht flexibler, was bspw. Smarthome angeht.

      Man sollte halte vorab relativ genau wissen, was man jetzt braucht und ggf. später einmal brauchen könnte. Dann lässt sich ein Kompromiss finden.

      Antworten

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.