Bemusterung bei Gussek Haus in Nordhorn – Tag 1

Am 11.03.2019 hatten wir unseren ersten Bemusterungstag bei Gussek Haus in Nordhorn. Wir waren bereits am Tag davor angereist und hatten die Nacht im Hotel am Stadtring verbracht.

Da wir keine Vorbemusterung gemacht haben, war noch eine Vielzahl von Entscheidungen zu treffen. In Anbetracht der Fülle an Entscheidungen, hat mich die sonst eher weniger entscheidungswillige Bauherrin stark beeindruckt.

Ablauf Bemusterung Tag 1

  1. Fassaden / Klinker, Dachziegel und Dachüberstand
  2. Haustür
  3. Fenster
  4. Zimmertüren
  5. Treppe
  6. Fliesen
  7. Sanitärausstattung

So haben wir uns auf die Bemusterung vorbereitet

Es gibt eine Reihe an Dingen, die vor der Bemusterung geklärt oder entschieden werden sollten. Wir hatten uns jedoch aus organisatorischen Gründen gegen eine Vorbemusterung bei Gussek Haus entschieden, da wir bereits in Nähe unseres Wohnsitzes eine Vorbemusterung bei SchwörerHaus mitgemacht hatten. Die Details unterscheiden sich zwar, Ablauf und Grundsatzentscheidungen sind aber durchaus ähnlich.

Gänzlich ohne Vorbemusterung in die eigentliche Bemusterung zu gehen, kann ich auf keinen Fall empfehlen. Die Masse an Entscheidungen würden dann erschlagend wirken.

Unsere Vorbereitung bestand zunächst aus einer in Summe guten Vorplanung schon vor Unterschrift unter dem Werkvertrag. Die Photovoltaikvorbereitung hatten wir bereits im Werkvertrag aufgenommen. Ein Erdkabel zur Garage wurde vorab eingeplant. Die potentielle Verwendung der Gussek Goodies für Innentüren, Homeway und elektrische Rolläden hatten wir schon vorab entschieden. Bei den Goodies gibt es deutliche Wertunterschiede, da sollte man sich vor Bemusterung schon seine Gedanken machen.

Im zweiten Schritt hatten wir eine Elektrovorbemusterung im Gussek Musterhaus in Mülheim Kärlich, die aber eher weniger nützlich war.

Da wir unser Haus in Ausbaustufe GK3 gekauft haben, müssen wir Boden- und Wandbeläge abgesehen von den Fliesen in Bädern, Diele und Hauswirtschaftsraum selbst besorgen. Hier sollte man ob der zu planenden Estrichhöhe wissen, welche Böden man verlegen will. Wir haben uns für Vinylboden im Erdgeschoss und Laminat im Obergeschoss entschieden. Laminat entspricht der Aufbauhöhe der gefliesten Bereiche. Zwischen Vinyl und gefliesten Bereichen bestehen aber rund 5 mm Höhenunterschied, die der Estrichleger soweit möglich angleichen sollte.

Unser Klinker, unser Dach

Die Klinkerauswahl ist bei Gussek sehr reichhaltig. Alles mit grünem Punkt ist im Standard enthalten. Bei Sonderwünschen kann man aber auch durchaus relevante Summen loswerden. Wir hatten uns anhand der kleinen Vorschauklinker in der Ausstellung und mit Hilfe von Fotos realer Gussek Häuser mit diesen Klinkern recht schnell für den GHV 1019 B entschieden. Dieser Klinker produzierte einen Aufpreis von 412 Euro.

Im Werkvertrag hatten wir vorgesehen, dass der dritte Giebel verputzt werden würde. Hierfür fällt ein Mindermengenzuschlag an, den wir auf 500 Euro im Werkvertrag festgelegt hatten. Mindermengenzuschlag meint, dass neben dem „Verklinkerer“ halt noch ein „Verputzer“ anreisen und arbeiten muss.

Nach kurzem Überlegen entschieden wir uns dafür, den dritten Giebel in einem abweichenden Klinker (GHV 1114 B) zu gestalten. Dieser Klinker ist im Standard, die 500 Euro Mindermengenzuschlag wurden uns wieder gutgeschrieben. Klinker ist am Ende einfach wartungsfreier als Putz.

Im Zuge des Klinkers sind zwei weitere Entscheidungen zu treffen. Das betrifft zum Einen die Außenfensterbänke (gemauerte Rollschicht), zum Anderen  die Klinker direkt über den Fenstern (Grenadierklinker).

Wir entschieden uns für eine aufpreispflichtige gemauerte Rollschicht für 204 Euro. Das heißt, die Fensterbänke außen werden mit Klinkern gemauert. Verleiht dem Haus aus unserer Sicht einen massiveren, höherwertigen Gesamteindruck. Der Preis kann je nach Anzahl der Fenster natürlich auch stark abweichen, da nach laufendem Meter berechnet wird.

Die Grenadierklinker, sprich hochstehende Klinker über den Fenstern und Türen haben wir nicht gewählt. Passt sicherlich sehr gut zu Häusern im Landhausstil, uns erschien es unnötig.

Bei der Auswahl der Dachpfannen waren wir eh durch den Bebauungsplan auf dunkle Dachfarben eingeschränkt. Da zudem eine Dachseite komplett mit der PV Anlage bedeckt sein wird, blieben wir hier im Standard mit einer Braas Protegon Granit Seidenmatt. Die Dachüberstände haben wir in lichtgrau als Standard bemustert.

Zusätzlich bemusterten wir Bienenbeißer für 136 Euro auf. Kann man zwar billiger selbst beschaffen, muss man dann aber auch selbst anbringen. Meine Arbeitszeit ist wertvoller als der Preisunterschied.

Zusätzlich haben wir uns für das SAT Paket mit Antennendurchgangspfanne und 4 Koaxkabeln zu 166 Euro entschieden. Könnte man aber durchaus schon im Werkvertrag aufnehmen. Das gilt auch für die Vorbereitung der Haustürüberdachung, die wir für 150 Euro aufbemustert haben.

Da wir keinen Keller haben, entschieden wir uns für eine vergrößerte Einschubtreppe zum Dachboden (70 x 130 cm). Diese kostet 115 Euro Aufpreis.

Zusammenfassung Zwischenstand Fassade und Dach

Mehrkosten 1183 Euro

Minderkosten 696 Euro

zusätzlicher Aufwand im Zuge Bemusterung Fassade und Dach 487 Euro

Unsere Hauseingangstür und Fenster

Schon bei der Vorbemusterung bei SchwörerHaus hatten wir uns für eine hochpreisige Hauseingangstür entschieden. Die im Standard enthaltenen Hauseingangstüren gefielen uns bei Gussek Haus aber deutlich besser als das Standard-Schwörerangebot. Somit blieben wir bei der Haustür selbst im Standard.

Ursprünglich wollten wir die Haustür in anthrazit haben. Da wir uns aber für lichtgraue Fenster entschieden haben, wechselten wir die Farbe der Hauseingangstür auf weiß. Das ergibt einen schönen Kontrast zur gewählten Verglasung der Hauseingangstür in grau mattiert, 167 Euro Aufpreis.

Weiterhin gönnten wir uns einen optisch ansprechenderen Türgriff in Edelstahl, Aufpreis 147 Euro. Für die Haustürklingel mit weißer LED Beleuchtung wurden zusätzlich 22 Euro fällig.

Bei den Fenstern wählten wir passend zum Dachüberstand lichtgrau. Die Fenstergriffe im Standard sind hinreichend hübsch, wir entschieden uns für einen silberfarbigen, mattierten Fenstergriff aus dem Standard. Mal ehrlich, schon mal „ach wie toll sind meine Fenstergriffe“ gedacht?

Bei den Innenfensterbänken blieben wir mit dem Bianco Carrara ebenfalls im Standard.

Entsprechend kamen wir im Zuge Fenster ohne Mehrkosten aus. Man muss allerdings dazu sagen, dass wir die beiden französischen Balkone (Ostseite, Obergeschoss Bad und Schlafzimmer) auf Wunsch der Bauherrin bereits im Werkvertrag berücksichtigt hatten.

zusätzlicher Aufwand im Zuge Bemusterung Haustür 386 Euro

Unsere Zimmertüren

Zimmertüren sind im Gegensatz zu Fenstergriffen dann doch relevante Flächen. Ich wollte ursprünglich mehr Richtung Landhausstil, auch in der Küche. Hier hätten die abgesetzten Türen sehr gut gepasst. Da sich die Bauherrin mit ihren Wünschen aber durchgesetzt hat, blieben als gemeinsamer Nenner weiße Innentüren. Für diese haben wir ein Gussek Goodie eingesetzt.

Die Bauherrin hatte sich mit meinem Segen bereits vorab bei Schwörer für eine Glastür zum Wohn- und Esszimmer entschieden. Diese Glastür hätte bei über 600 Euro gelegen. Da die zu unseren Innentüren passenden Glastüren bei Gussek nur bei 214 Euro lagen, gönnte ich mir direkt auch noch eine Glastür für mein Arbeitszimmer im Erdgeschoss. Die Glastüren stehen jeweils fast auf Linie mit Fenstern (Erker und Arbeitszimmerfenster), so dass wir uns davon etwas Belichtung der Diele erhoffen.

Zusätzlich gönnten wir uns die Sicherheitsdrücker für die beiden Bäder und aufpreispflichtige Griffe für die Innentüren zu 12 Euro pro Stück. Braucht man sicherlich nicht, gefiel uns aber sehr gut.

zusätzlicher Aufwand im Zuge Bemusterung Innentüren 386 Euro

Unsere Treppe

In fast allen von mir gelesenen Baublogs wurde Wert auf die Treppengestaltung gelegt. Sicher, es ist das prägende Element im Haus. Wer da Gestaltungswünsche hat, kann das Treppengoodie aufheben, Treppengestaltung ist richtig teuer.

Wir blieben bei der Buchetreppe aus dem Standard in Kombination mit Edelstahl. Zumal da wahrscheinlich bedingt durch unsere zwei Hunde Treppenschoner drauf kommen werden.

Wir hatten allerdings im Zuge der Grundrissplanung ohnehin eine geschlossene Treppe mit anschließendem Abstellraum geplant.

Durch den Überstand an der geschlossenen Wandseite ergibt sich die Möglichkeit die Treppe mit einem über Alexa und Bewegungsmelder steuerbaren HUE LED Streifen zu beleuchten, dafür haben wir eine Steckdose im Abstellraum bemustert.

Das spart die sündhaft teuren LED Spots in der Treppe und erleichtert zudem die Ausleuchtung in der Diele. Für die Treppe kann man hunderte bis tausende Euro versenken, wir haben es nicht getan, es war uns nicht wichtig.

Fliesen und Badausstattung

In der von uns gekauften Ausstattungsstufe GK3 verlegt Gussek Fliesen in den Bädern, in der Diele (EG) und im Hauswirtschaftsraum. Die Chefin und ich hatten uns schon im Vorfeld über mögliche Farbschemata geeinigt, so dass die Fliesenauswahl erstaunlich einfach lief.

Aus meiner Sicht ist für die Fliesen die Standardauswahl von Gussek völlig ausreichend. Teuer wird es, wenn man großformatige Fliesen oder Akzente haben möchte. Wir entschieden uns allerdings dafür, im Hauptbad nur so viel Fliesen wie nötig einzusetzen und dafür lieber kleine Akzente zu setzen.

Die Entscheidungskompetenz hatten wir klar verteilt. Bauherr das Duschbad im Erdgeschoss, Bauherrin das Hauptbad im Obergeschoss und den Hauswirtschaftsraum.

Witzigerweise fand zunächst ich und anschließend die Chefin ein Farbschema in der Badausstellung, welches wir jeweils 1:1 übernahmen.

Unsere Duschen waren schon mit Werkvertrag ebenerdig mit Mossaikfliesen geplant, was bei Gussek erheblich billiger ist als bei Schwörer.

Aufpreispflichtige Extras hatten wir gedanklich ebenfalls schon vorentschieden. Es sollte Ablagen in den Duschen geben und im oberen Bad eine komfortable Aufputzarmatur (Grohe Euphoria zu 243 Euro, lohnt das Goodie nicht). Bei den Duschablagen zeigte sich ein weiterer Vorteil für Gussek Haus gegenüber Schwörerhaus. Die Duschablagen kosten ungeachtet der Größe nur 260 Euro. Dafür gibt es bei Schwörer noch nicht einmal die kleinste Duschablage. Wir haben eine 70 cm breite Duschablage im Duschbad und eine 100 cm breite Duschablage im Hauptbad bemustert. Die Bauherrin hatte sich für spülrandlose WCs  zu 150 pro entschieden, kostete bei Schwörer nur 80 Euro das Stück.

Ein paar ungeplante Extrawünsche hatte ich dann doch noch. So haben wir die sauteuren Schlüterschienen (Edelstahllook) im Hauptbad als Akzente eingesetzt und Mossaikfliesen genutzt, um den Thron (Klo) luxuriös zu gestalten. Braucht man nicht, ist schweineteuer aber gefällt mir halt.

Aufbemusterung der Badewanne im Hauptbad (Sanibel Duo zu 167 Euro) und Armaturen im Hauptbad (Sanibel 5001 für 140 Euro und Drückertaste für 20 Euro) kamen noch dazu.

Unser Stahlausgussbecken im Hauswirtschaftsraum hätte im Standard nur kaltes Wasser gehabt, haben wir für 142 Euro auf Warmwasser aufbemustert.

Zusammenfassung Zwischenstand Fliesen und Badausstattung

Mehrkosten Fliesen und Duschablagen 1236 Euro

Minderkosten Fliesen 795 Euro

Mehrkosten Sanitär 1012 Euro

zusätzlicher Aufwand im Zuge Bemusterung Fliesen und Badausstattung 1453 Euro

 

Fazit zum ersten Bemusterungstag

Herr Brünink war ein angenehmer, kompetenter und hilfreicher Gesprächspartner. Der erste Bemusterungstag lief sehr erfolgreich. Dafür, dass wir keine Vorbemusterung bei Gussek Haus gemacht haben, konnten wir sehr viele Entscheidungen treffen.

Auch finanziell war die Welt am ersten Tag noch in Ordnung. 1.792 Euro Mehrkosten standen am ersten Tag auf der Uhr. Wir wussten natürlich, dass am Folgetag noch die Elektrobemusterung zuschlagen würde. Zudem haben wir bei den Bädern die teuren Akzente (Schlüterschienen, Mossaik hinter dem Thron) erst nach der Präsentation der Bäder aufbemustert.

Am zweiten Bemusterungstag kamen allein für die Bäder noch 548 Euro und für die LED Haustürklingel 25 Euro oben drauf.

 

 

 

 

20 Kommentare
      • Rike
        Rike sagte:

        Hey, vielen Dank für deine Antwort.
        Wir stehen jetzt auch kurz vor der Bemusterung in Nordhorn…
        Du hast lange nichts mehr gepostet – laut Zeitplan müsstet ihr jetzt schon eingezogen sein, oder? Gibt es noch Bilder vom fertigen Haus? Ich bin sehr gespannt wie euer Klinker auf einer großen Fläche wirkt.

        Antworten
        • Torsten B.
          Torsten B. sagte:

          Hallo Rike,
          bei uns ging nach der Sanitärinstallation leider alles schief. Umzug wäre eigentlich am 29.09. gewesen. Zu diesem Zeitpunkt gab es keinen Strom im Haus, da Gussek die Zähler viel zu spät und auch noch falsch beantragt hat. Wir haben dann Mitte Oktober Übergangszähler bekommen, die richtigen bis heute nicht. Dadurch brach die gesamte Umzugsplanung zusammen und wir mussten den verbliebenen Rest (wir wohnten ja weiter in der Wohnung, nicht im Haus ohne Strom und Heizung) in zig einzelnen Etappen ohne Hilfe rüber schaffen. Seit 31.10. ist die Wohnung weg und wir leben im halbfertigen Haus. Der Klinker ist bis heute nicht montiert, Plan wäre KW 41 gewesen. Allerdings liegt der Klinker und der Mörtel auf dem Grundstück. Auch diverse Restarbeiten an Fenstern etc. sind bis heute nicht fertig. Dazu kommt, dass die Telekom uns bis heute keine vernünftige Leitung eingerichtet hat, trotz Beantragung im August. Wir haben jetzt nur eine Übergangslösung mit Klingeldraht, da der Telekomiker mal eben vergessen hat, Telefonkabel mit zu bringen.

          Daher gab es auch schon länger keine Updates mehr. 🙁

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          • Rike
            Rike sagte:

            Eine Sache muss ich noch fragen: wenn jetzt im Herbst noch nicht verklinkert wurde, kann es dann Probleme mit der Feuchtigkeit geben? 😳

          • Torsten B.
            Torsten B. sagte:

            Noch einen Tipp zur Bemusterung. Kontrolliert die Werkspläne bis ins letzte Detail. Und solltet ihr irgendwo nach Bemusterung noch abweichen, gebt einen Scheiß auf die Worte des Bemusterers. Lasst euch alles in Textform (Mail) bestätigen. Diverse Kleinigkeiten im Zuge Bemusterung ergaben in Folge, dass unser Bemusterer Sachen verpennt hat oder Sachen gar nicht gingen, die angeblich kein Problem seien.

            Planungsfehler macht man bei der Bemusterung zwangsläufig auch. Fällt erst auf, wenn die Hütte steht. Wir konnten glücklicherweise fast alles durch Gespräche mit den Jungs vor Ort klären. Sei es die Verschiebung eines Handtuchheizkörpers, versetzen einer Steckdose nach idiotischer Vorarbeit des Estrichlegers, falsch angebrachte Küchenanschlüsse (weil Pläne nicht weitergeleitet wurden) usw. usf. … Bauleiter war diesbezüglich auch hilfreich.

  1. Rike
    Rike sagte:

    Oh je, das klingt ja übel… Und wie läuft euer Kontakt mit Gussek? Ich drücke euch ganz fest die Daumen dass es endlich weiter geht bei eurem Bau.
    Und so langsam kriege ich Bammel vor unserer Bemusterung und dem Bau…

    Antworten
    • Torsten B.
      Torsten B. sagte:

      Kommunikation von Gussek Haus gibt es praktisch keine, man muss alles erfragen. Die melden sich nur mit Rechnungen.

      Wir hatten mehrere Tage Fliesen und Co. mitten auf der Straße stehen, ohne davon zu wissen. Die 22 Tonnen Klinker wurden ohne Benachrichtigung angeliefert. Bei Verschiebungen des Bauzeitplans gibt es auch keine Rückmeldung. Die Klärung der Stromproblematik hat mich zunächst Stunden mit den Versorgern gekostet, bis Gussek irgendwann die Anträge rausgerückt und damit deren Fehler (Datum) zugegeben wurde. Im Prinzip hilft nur Bauleiter auf Kurzwahl und nerven, nerven, nerven. Selbst das hilft nur bedingt.

      Was den Klinker angeht, wir werden sehen. Vögel hacken seit Wochen die Dämmung raus, wir haben diverse Nester zwischen Haus und Dämmung. Keine Ahnung wie das ausgeht, ggf. müssen wir uns noch einen Sachverständigen holen.

      Da zig Sachen ausstehen, inklusive bspw. der KFW Unterlagen, wird Gussek vom finalen Abschlag keinen Cent von uns sehen, bis alles erledigt ist. Gussek hat uns keinen Grund zur Annahme gegeben, dass man an Vertragserfüllung interessiert sei. Sehr bedauerlich, denn der Anfang bis zur Sanitärinstallation lief wirklich gut.

      Wünsche euch alles Gute und dass es bei euch besser läuft. Meiner Meinung nach haben die einfach viel mehr Aufträge, als sie bewältigen können.

      Antworten
  2. Bernd
    Bernd sagte:

    Hallo Torsten,

    nachdem bei Euch zum Schluß der Frust ganz schön hoch war, würde mich jz mal interessieren, wie die Sache ausgegangen ist. Sind die Restarbeiten erledigt worden? Oder endete alles in einem Rechtsstreit mit ‚Gussek‘. Wir unterzeichneten im Dezember einen Werkvertrag und sind nun voll in der Planungsphase.

    Antworten
    • Torsten B.
      Torsten B. sagte:

      Hallo Bernd,
      leider nur ein „Jain“. Inzwischen hat unser Haus sein Mäntelchen (Klinker) und die Restarbeiten selbst wurden alle erledigt. Aber mehr dem Engagement der einzelnen Gussekhandwerker zu verdanken, als der Gussekplanung.

      Was leider immer noch aussteht, ist der Einbau des richtigen Zählerkonzeptes (Wärmempumpe hinter Photovoltaikanlage). Das mausert sich zur never ending Story. Alle Voraussetzungen lagen Gussek schon im März 2019 vor. Gussek stellte aber erst im August die Zähleranträge und das auch noch falsch. Daraufhin wurde im September erneut beantragt. Allerdings auch das wieder falsch. Bis heute habe ich nicht den nötigen Zählerantrag erhalten, es wurde nur mal zwischendurch telefonisch versprochen.

      An der ganzen Story hängt die Einspeisevergütung für die PV Anlage, der Vorsteuerabzug usw. usf. …

      Aus diesem Grund haben wir rund 20.000 Euro einbehalten. Gussek hat mehrfach versucht den Betrag einzufordern, ua. mit einer Mail am 23.12., im Januar wieder usw. usf.. Solange Gussek den vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt, werde ich aber auch nicht auf dem Kostenrisiko sitzen bleiben.

      Erfreulich ist, dass außer kleineren Storys (eine Sicherung springt häufiger, ein Spülkasten funktioniert nicht ganz reibungslos) nichts Neues aufgetreten ist bisher. So, dass wir uns in der nächsten Zeit um unsere Außenanlagen kümmern können.

      Wünsche euch viel Erfolg für euer Bauvorhaben.

      Antworten
  3. Bernd
    Bernd sagte:

    Hallo Torsten,

    danke👍🏻 für Deine Rückantwort. Das mit Eurer PV-Anlage und Eurem Zählerkonzept scheint ja wirklich problematisch zu sein, immer wenn es um ‚Spezialitäten‘ geht, dann scheinen die Baufirmen eh auszusteigen, halt nicht deren ‚null acht fufzehn-Konzept‘. Mir ist jetzt aufgefallen, daß die Kommunikation zwischen Nordhorn und dem Architekturbüro in Dortmund etwas behäbig ist. Mal sehen, ob bei uns alle Infos richtig weitergegeben werden.

    Interessant finde ich auch, daß häufig bestimmte Ansprechpartner in Nordhorn sich nur über AB melden und man manchmal tagelang hinterhertelefonieren muß, um eine Antwort zu bekommen. Ich habe jetzt unsere Versorgungsanträge abgegeben, um von Gussek einige Daten zu erhalten. Seit 10 Tagen Funkstille und die Daten sind mehr als trivial.

    Wir haben uns übrigens einen Baubegleiter über den Bauherrenschutzbund engagiert. Mal sehen, ob es hilft.

    Viel Spaß noch bei Euren Außenarbeiten.

    Gruß,

    Bernd.

    Antworten
    • Torsten B.
      Torsten B. sagte:

      Hallo Bernd,
      bei uns ist alles unverändert. Gussek hatte mal kurz Aktivität vorgetäuscht, nachdem wir wiederholt verweigert haben, den Rest der Rechnung zu bezahlen. So speziell kann das eigentlich gar nicht sein. Man müsste halt mal mit den Leuten von Westnetz kommunizieren (örtlich, nicht Hotline). Auf die Idee kam man erst Mitte Februar diesen Jahres.

      Allgemein ist Kommunikation der größte Problempunkt bei Gussek. Es hat abgesehen vom Hausverkäufer effektiv zu keinem Zeitpunkt befriedigende Kommunikation gegeben.

      Die Architekten sind eine ziemliche Katastrophe. Das konnte glücklicherweise unser Hausverkäufer alles wieder abfangen. Lediglich das Baugrundgutachten mussten wir zweimal bezahlen, weil keine Vorgabe Bezugspunkt vom Architekten. (um die 160 Euro)

      Versorgeranschlüsse selbst war unproblematisch, mit Ausnahme Telekom. Hier am besten schon direkt nach Alternativen für 3-4 Monate umschauen, wenn ein rascher Einzug nach Fertigstellung erfolgen soll. Glücklich, wer einen Fibre to home Anbieter in seiner Region hat und nicht auf die Telekom angewiesen ist. Und natürlich der verspätete Zählereinbau, aber das liegt nicht am Versorger.

      Auf einen Baubegleiter haben wir verzichtet. Was die Ausführung angeht, bereuen wir es bis dato noch nicht.

      Außenanlagen geht auch nichts voran. Das erste Angebot – überhaupt eins zu bekommen war schon eine Meisterleistung – war so unspezifisch, dass es locker auch 150 % teurer hätte werden können, als gelistet. Das Geld haben wir nicht mehr flüssig und nachfinanzieren werden wir nicht. Kurzum, draußen ist alles unverändert Baustelle.

      Viele Grüße,
      Torsten

      Antworten
      • Bernd
        Bernd sagte:

        Hallo Torsten, die Planung läuft jetzt bei uns auf Hochtouren, Bauantrag und Versorgungsanträge gaben wir Anfang März bei den Behörden ab. Ich meine mich erinnern zu können, daß Du an einer Stelle mal über Mehrkosten Eurer Bodenplatte gesprochen hast. Kannst Du Dich noch erinnern, wodurch die Mehrkosten gegenüber Standardspezifikation entstanden sind?

        Besten Gruß,

        Bernd.

        Antworten
        • Torsten B.
          Torsten B. sagte:

          Hallo Bernd.

          Im Zuge des Bodengutachtens wurde eine zusätzliche Abklebung der Bodenplatte eingeplant und die Fußbodenhöhe festgelegt. Waren rund 1800 Euro Mehrkosten. Ist halt so ob der Gegebenheiten des Grundstücks, nichts Dramatisches. Das Ärgerliche war diese Story Kommunikation Gussek <> Erdbauer. Da will Gussek Kellerbau eigentlich Geld dafür haben, was ich ob 2-3 kleinster Rückfragen schlicht nicht eingesehen habe.

          Antworten
          • Bernd
            Bernd sagte:

            Hallo Torsten,

            das mit der Kommunikation zwischen Gussek Kellerbau Erdbauer finde ich schon hammerhart. Wo ist das denn vertraglich festgelegt, daß für gezielte Kommunikation zwischen den Gewerken auch noch vom Bauherren gezahlt werden soll? Sehe ich auch nicht ein, falls die bei uns damit auch ‚um die Ecke biegen‘. Vllt mal eine Diskussion mit dem Bauherrenschutzbund-Juristen führen, inwieweit so etwas überhaupt möglich ist. Dem BSB sind wir vorsichtshalber beigetreten.

            Besten Gruß,

            Bernd.

  4. Flo
    Flo sagte:

    Hallo Torsten,

    vielen Dank für deine ausführlichen Berichte zum Thema Fertighaus. Wir stehen auch vor der Entscheidung ein Fertighaus zu bauen und daher würde mich interessieren:

    Wie zufrieden bist du mit dem Haus? Würdest du dich wieder für ein Fertighaus entscheiden? Thema Hellhörigkeit, Qualität, Wohngefühl.

    Vielen Dank und ich drücke die Daumen dass die restlichen Mängel noch erledigt werden!
    Flo

    Antworten
    • Torsten B.
      Torsten B. sagte:

      Hallo Florian,

      kann man so noch nicht sagen und uns fehlt auch der Vergleich. Grundsätzlich lässt sich kaum erkennen, dass es ein Fertighaus ist. Liegt ua. auch an der verklinkerten Außenwand. Qualitativ haben wir im Grunde nichts zu meckern. Kleinigkeiten sind nicht ganz optimal. Bspw. die Rolläden klappern recht stark, hatten zuletzt ja viel Wind (das hatten wir so bisher nicht in der Wohnung davor). Wind selbst zwischen Dach und drittem Giebel ist auch deutlich hörbar. In Sachen Wohnqualität sind wir sehr zufrieden, Hellhörigkeit ist uns bis dato nicht aufgefallen.

      Das Handling mit den quasi „Holzplatten in der Wand“ ist super. 65 Zoll TV mit 4 Schrauben aufhängen, kein Problem, kein Dübel nötig. Wesentlich angenehmer als in Betonwände zu bohren etc., Bohrer brauch ich gar nicht mehr, es reicht ein vernünftiger Akkuschrauber.

      Diese Story Massivhaus vs. Fertighaus ist meiner Meinung nach eher planerischer Natur. Wenn ich verdammt viel selbst machen will, bin ich bei einem Massivhaus flexibler und kostengünstiger unterwegs. Wird zwar gern andersrum verkauft, kann ich mir aber beim besten Willen nicht vorstellen. Man denke nur mal an Bad und die Besonderheiten rund um Wasser, die mit einem Fertighaus bei den unterschiedlichsten Herstellern so gegeben sind (bspw. bodengleiche Duschen bot Schwörer im DG nicht an). Da sind viele kleine Aspekte, die man nicht unterschätzen sollte. Elektroplanung läuft beim Massivhaus üblicherweise nachdem die Hülle steht, beim Fertighaus rein abstrakt auf dem Papier.

      Da wir aber nichts Relevantes selbst machen konnten und auch nicht wollten, war die Wahl mit dem Fertighaus und alles aus einer Hand so schon sinnvoll für uns. Rückblickend betrachtet.

      Antworten
  5. Alex
    Alex sagte:

    Hallo Torsten,
    gibt es inwzischen weitere Neuigkeiten zur Erfahrung mit dem Haus und evtl. Fotos nach dem Einzug?
    Ein weiterer aktueller Erfahrungsbericht wäre sehr interessant, da wir unser Haus zzt. planen.
    Ist es möglich direkt eine Frage/Mail zu schicken?
    Vielen Dank und Grüße
    Alex

    Antworten
    • Torsten B.
      Torsten B. sagte:

      Auf der Startseite finden sich ja auch schon die ein oder anderen Artikel zum Innenausbau. Es geht halt Schritt für Schritt vorwärts. Ein neuer Schrank hier, ein Gimmick da … Derzeit baue ich Ikea Godmorgons zu einem Waschtisch für unsere Doppelwaschbecken um. Das nächste größere Projekt wird das Kinderzimmer, da haben wir noch ein paar Monate Zeit.

      In den letzten Monaten haben wir vor allem verzweifelt nach GaLa-Bauern gesucht, sehr schwer zu finden. Ende Mai soll es nun zumindest mit dem Pflaster vor dem Haus losgehen. Hinter dem Haus noch immer Schotter und Unkraut. Garage hat seit ein paar Wochen endlich Strom, Kühlschrank und Werktisch. Ist zu gutem Teil aber noch immer Gerümpelkammer und ohne Pflaster ja eh nicht befahrbar.

      Bei den Stromzählern für die PV ging nichts voran, der Vorsorger hat den letzten Termin vom März ob Corona storniert, nächster Anlauf soll am 12.05. folgen. Unseren PV-Strom verschenken wir damit weiterhin, während die Wärmepumpe sinnlos Strom aus dem Netz zieht.

      Wohn- und Schlafräume sowie Bäder waren ja schon zum Einzug im Oktober quasi „fertig“. Da fehlen diverse Kleinarbeiten und Gimmicks.

      Ein Rolladen hat die Füße hoch gemacht, ob Corona ist der Kundendienst recht langsam, soll wohl kommenden Dienstag (vielleicht) kommen. Eine Dichtung am Übergang Klinker zu Erker hat sich gelöst und hängt unschön etwas raus. Alles nicht dramatisch.

      Mails kannst du mir an torsten.breitag [at] gmail.com schicken.

      Antworten

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